Frag deine*n zukünftige*n Rektor*in

Jetzt geht es um das, was schon lange angekündigt wurde. Die Wahl einer/eines neuen/neues rektorin/rektors. Diese Person wird unsere unsere Universität für die nächsten fünf Jahre  nach außen vertreten und nach innen verwalten. Daher ist es wichtig, jetzt nochmal konkrete Fragen zu stellen. Diese Möglichkeit gibt es im Rahmen einer Anhörung am nächsten Dienstag im Konferenzsaal (im Unihauptgebäude am Rubenowdenkmal).Schreibt uns einfach eine Mail (info@soliuni-greifswald.de), was ihr von eurer zukünftigen Rektor*in erwartet, beziehungsweise euch wünscht. Wir als Soliuni diskutieren mit Euch gerne die einzelnen Standpunkte damit unsere Senator*innen bei der endgültigen Wahl am 17. Oktober auch Euren Standpunkt mit berücksichtigen.

Anhörung zur Rektor*innenwahl, Dienstag, 18.9, 14 Uhr.

Über 150 Studierende stellen Antrag für Diagonalquerung!

Teile der Greifswalder Bürgerschaft fordern weiterhin die Streichung der Diagonalquerung aus dem Radverkehrsplan der Stadt Greifswald – und verhindern damit nicht nur ein sinnvolles Projekt, sondern stellen sich gegen die Interessen der Universität. Um vor der Bürgerschaftssitzung ein klares Zeichen Weiterlesen

CDU stellt sich mit Verkehrsplanung gegen die Universität

Streichung der Diagonalquerung läuft der Weiterentwicklung der Universität zuwider

Die von CDU, FDP und Bürgerliste beabsichtigte Streichung der Diagonalquerung über die Europakreuzung aus dem Radverkehrsplan Greifswalds wurde schon vielerorts thematisiert. Kritisiert wurde insbesondere deren Begründung mit einer Telefonumfrage während der Semesterferien, die (bewusst oder unbewusst) einen großen Teil der Greifswalder Bevölkerung ausschließt. Aber eigentlich ist es noch viel schlimmer: Der Plan der konservativen Bürgerschaftfraktionen stellt sich gegen die langfristige Weiterentwicklung der Universität.

Schon seit vielen Jahren ist die Zukunftsvision der Universität an ihrer Bauplanung erkennbar: Einerseits setzt sie mit den hochmodernen Instituten um den Beitz-Platz auf die Naturwissenschaften und die Medizin, wobei letztere als Aushängeschild der Uni die unmittelbare Nähe zur Universitätsklinik zugute kommt. Forschung und Lehre sowie Praxisnähe auf Spitzenniveau, das wird am neuen Campus deutlich. Hinzu kommt die Universitätsbibliothek, die nicht nur in der Prüfungsphase von Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen stark frequentiert wird. Andererseits wurde der Alte Campus mit den historischen Gebäuden entlang der Rubenowstraße saniert, denn Greifswald möchte weiterhin Volluniversität bleiben, und hier sind vor allem die Geisteswissenschaften vertreten. Dazu das Hauptgebäude der Universität, ein ehrwürdiger Platz für offizielle Termine, der auch bei keiner Stadtführung fehlen darf. Diese zwei Zentren werden in Zukunft noch gestärkt mit der neuen Mensa am Beitz-Platz und dem “neuen alten Campus” für die Geistes- und Sozialwissenschafzen in den ehemaligen Klinikgebäuden der Löffler-Straße.

Und eine lebendige Universität ist auf einen regen Austausch angewiesen. Schon jetzt ist Greifswald wegen seiner kurzen Wege bei den Studierenden beliebt, die einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass in Greifswald das Fahrrad mit 44 % das beliebteste Verkehrsmittel ist – keine Stadt in Deutschland kommt auf einen solchen Wert. Am höchsten ist der Fahrradanteil an den beiden wichtigsten Standbeinen der Uni, wo mehr als zwei Drittel das Fahrrad benutzen. Und der Fahrradverkehr fließt schon jetzt am stärksten auf der Fahrradachse zwischen Mühlentor und Beitz-Platz, die so etwas wie die Hauptschlagader des universitären Verkehrs ist. Dies dürfte sich angesichts der geplanten Weiterentwicklung der Uni noch verstärken. Geradezu folgerichtig ist es da, dass das Stadtbauamt diese Achse mit der Diagonalquerung stärken wollte. Umso unverständlicher dagegen das Ansinnen von CDU & Co., die Hauptschlagader nun auf Dauer abzuklemmen. Denn gerade sie bemühten stets das Bild von Greifswald als Leuchtturm, insbesondere wenn es gegen die ländlichen Gegenden der Region ging. Dass Greifswald seine starke Stellung im Wesentlichen der Universität zu verdanken hat, dürfte offensichtlich sein. Dass es der CDU gar nicht darum geht (worum es ihr tatsächlich geht, kann nur vermutet werden), wird aber an ihrer Bau- und Verkehrsplanung deutlich. Großprojekte für Autos (Bahnparallele) oder die Verwaltung (Technisches Rathaus) werden über die Schmerzgrenze hinaus bezuschusst, wenn aber um ein Projekt geht, dass das von Studierenden gefordert wird, ist plötzlich jeder Euro einer zu viel.

Glücklicherweise ist der Antrag jedoch noch nicht beschlossen, und es gibt noch die Möglichkeit, in den Gremien der Stadt die Politikerinnen und Politiker darauf klar zu machen, wie vital der Radverkehr für die Universität ist. An folgenden Sitzungen könnt ihr euch beim Tagesordnungspunkt “Fragen und Anregungen der Einwohner” zu Wort melden:

17.4., 18 Uhr, Bürgerschaftssaal: Bau- und Hauptausschuss

18.4., 18 Uhr, Senatssaal, Ortsteilvertretung Innenstadt

23.4., 18 Uhr, Senatssaal, Finanzausschuss

15.5., vmtl. 18 Uhr, BS-Saal (im Rathaus am Markt), Bürgerschaft